Sicher unterwegs trotz Sehbeeinträchtigung:Wie mobisaar im Alltag unterstützt

Einsteigen, umsteigen, die richtige Haltestelle finden: Für viele Menschen gehören diese Schritte selbstverständlich zu einer Fahrt mit Bus und Bahn. Für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen können dabei zusätzliche Fragen entstehen.

Wo hält der Bus genau?
Welcher Einstieg ist der richtige?
Wo geht es zum nächsten Bahnsteig?

Mobilität bedeutet jedoch auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigung vor allem eines: selbstständig unterwegs sein und am Alltag teilnehmen können. Genau darum geht es in der Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober. Sie macht auf Blindheit, Sehbehinderung und Augengesundheit aufmerksam.

Orientierung schafft Sicherheit

Blinde und sehbeeinträchtigte Menschen nutzen Bus und Bahn auf ganz unterschiedliche Weise. Viele sind selbstständig unterwegs und verwenden Hilfsmittel wie den weißen Langstock. Trotzdem kann es Situationen geben, in denen zusätzliche Unterstützung hilfreich ist.
Besonders an unbekannten Haltestellen, großen Bahnhöfen oder beim Umsteigen kann eine Begleitung den Weg erleichtern.

Wichtig ist dabei: Unterstützung soll Selbstständigkeit nicht ersetzen. Sie soll dabei helfen, eigene Wege sicher und möglichst selbstbestimmt zurückzulegen.

Der weiße Stock als Zeichen für Selbstständigkeit

Am 15. Oktober ist der internationale Tag des weißen Stocks. Der weiße Langstock hilft blinden und stark sehbeeinträchtigten Menschen bei der Orientierung. Er macht zugleich sichtbar, dass Menschen mit Sehbeeinträchtigung selbstständig unterwegs sind.
Für andere Fahrgäste ist der weiße Stock auch ein Hinweis, aufmerksam und rücksichtsvoll zu sein.

Oft reichen kleine Dinge: Wege freihalten, Hindernisse nicht auf Leitstreifen stellen und Hilfe anbieten, ohne sie ungefragt aufzudrängen.

Wie mobisaar unterstützen kann

mobisaar bietet einen kostenfreien Lotsenservice im öffentlichen Nahverkehr. Die mobisaar-Lotsen begleiten Fahrgäste bei Fahrten mit Bus und Bahn und können zum Beispiel beim Einsteigen, Aussteigen und Umsteigen helfen.

Außerdem geben sie Orientierung an Haltestellen und unterstützen bei Fragen zum Fahrplan oder am Fahrkartenautomaten. Gerade wenn eine Strecke ungewohnt ist, kann eine Begleitung zusätzliche Sicherheit geben. Der Service steht Fahrgästen ab 18 Jahren zur Verfügung. Für die Fahrt benötigen Sie einen gültigen Fahrschein oder einen Nachweis über die Berechtigung zur unentgeltlichen Beförderung.

Nicht nur bei Sehbeeinträchtigung

Die Woche des Sehens ist für uns ein guter Anlass, auf Unterstützung für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen aufmerksam zu machen. mobisaar richtet sich aber an viele unterschiedliche Menschen. Der Lotsenservice kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn Sie einen Rollator oder Rollstuhl nutzen, sich an Haltestellen nicht gut orientieren können, Bus und Bahn noch nicht häufig genutzt haben oder vorübergehend in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
Damit möchten wir dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen selbstständig mobil bleiben und ihre Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen können.

Begleitung mit mobisaar anfragen

Der mobisaar-Service ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im Regionalverband Saarbrücken, im Landkreis Saarlouis, im Landkreis Neunkirchen und im Saarpfalz-Kreis verfügbar.

Sie möchten eine Begleitung buchen oder haben Fragen?
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06898 500 4000
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mobisaar@saarvv.de

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